Donnerstag, 3. Februar 2011

Musicaltheater in Dresden



Am 26. Januar 2011 gab es eine Lesung im Cafe Novelle, die ich nicht verpassen durfte. Friedrich Kurz kam nach Dresden, um über sein neues Buch und vorallem über seine Pläne zum Bau des Musicaltheaters zu sprechen, welches im Jahr 2013 mitten in der Dresdner Altstadt eröffnet werden soll.

Er sprach davon, dass dieses Theater das modernste Deutschlands werden soll. Dem Stück "Michelangelo" haben wir Dresdner es wohl zu verdanken - da eine barocke Umgebung gesucht wurde. Ich bin gespannt, ob die Pläne, den Bau noch im dieses Jahr zu beginnen, eingehalten werden und was sich daraus entwickeln wird. Erfahrung hat Friedrich Kurz ja allerhand, da er Stücke wie Cats, Phantom der Oper und Starlight Express erfolgreich nach Deutschland brachte. Jedenfalls finde ich es großartig, deshalb Daumen hoch!


// Fazit: Das Buch ist interessant und spannend zu lesen. Über seinen "Aussetzer" im letzten Kapitel des Buches will ich mal zähneknirschend hinwegsehen. Seine Ansicht, rassistische Züge bei Tarzan zu erkennen oder generell Stücke wie Tarzan und Der Schuh des Manitu als "banal" und "schalen Blödsinn" zu bezeichnen teile ich überhaupt nicht. Schließlich trotzt Starlight Express auch nicht vor Tiefgründigkeit und Anspruch, weder von der Handlung, noch von der Musik - und er war es, der es nach nach Deutschland gebracht hat.
Darum geht es ja auch nicht bei einem Musical. Eine Stoy, egal welche, so zu inzenieren, dass sie beim Publikum ankommt und man alles Alltägliche für 3 Stunden vergessen kann - gerade das macht ja ein gutes Musical aus.
Es ist alles reine Geschmackssache, deshalb finde ich die Abwertung dieser beiden Musicals am Ende sehr ungerecht. Gerade von jemanden, der jahrelang mit diesem Genre zu tun hatte, hätte ich so einen Patzer nicht zugetraut. Ich würde jedenfalls nicht von mir behaupten, "banale" Musicals zu bevorzugen und dennoch sind Tarzan und Der Schuh des Manitu unter meinen Lieblingsmusicals zu finden.